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Ein kleines Lexikon
Presbyopie, Astigmatismus, Myopie... die Sprache der Medizin ist gespickt mit Fach- und Fremdwörtern. Aber keine Angst: In wenigen Sätzen lassen sie sich die wichtigsten Begriffe zusammenfassen.
Kurzsichtigkeit Das medizinische Fachwort für Kurzsichtigkeit ist Myopie. Kurzsichtige können nahe Gegenstände tadellos scharf sehen – entfernte dagegen nur ungenau. Normalerweise ergeben die aus der Ferne kommenden Lichtstrahlen im Auge genau auf der Netzhaut ein scharfes Bild. Beim Kurzsichtigen hingegen werden die Lichtstrahlen schon vor der Netzhaut vereinigt, das Bild wird unscharf.
Weitsichtigkeit Wer von Weitsichtigkeit spricht, nennt diese auch Hyperopie oder Übersichtigkeit. Ein schwach Weitsichtiger kann in der Ferne scharf sehen, hat dafür Probleme bei Gegenständen in der Nähe. Dies macht sich vor allem beim Lesen, aber auch beim Bedienen des Computers bemerkbar. Erste Symptome können häufige Spannungs- oder Druckgefühle im Bereich der Nasenwurzel oder der Schläfen, oder auch häufige Kopfschmerzen nach langem Lesen sein.
Hornhautverkrümmung Hornhautverkrümmung – auch Stabsichtigkeit oder Astigmatismus genannt – kann zusammen mit Kurz- oder Weitsichtigkeit und auch als eigenständige Fehlsichtigkeit auftreten. Die Hornhautwölbung ist ungleichmäßig und stellt somit das einfallende Bild etwas unklar dar. Das Sehen erscheint allgemein ungenauer. Bei Kindern sollten stärkere Hornhautverkrümmungen – wie auch jede andere Fehlsichtigkeit – so früh wie möglich durch eine Brille ausgeglichen werden. Sonst kann sich eine lebenslange Sehschwäche ausbilden.
Schielen Wer schielt, der kann die Blickrichtung seiner beiden Augen nicht parallel zueinander ausrichten. Doch Schielen ist nicht gleich Schielen. Man unterscheidet beim Schielen 3 Formen:
- Latentes Schielen (Heterophorie oder Winkelfehlsichtigkeit),
- Begleitschielen (Heterotropie)
- Lähmungsschielen (Parese)
Bei einer „Winkelfehlsichtigkeit“ liegt eine Störung des Augenmuskelgleichgewichts vor. Zwar gleicht das Gehirn und die Augenmuskulatur diese Art des Schielens weitgehend aus, dennoch können Beschwerden, wie Augenbrenne, Augentränen, erhöhte Lichtempfindlichkeit oder Kopfschmerzen auftreten, siehe auch www.ivbv.org . Beim Begleitschielen bewegt sich das Augenpaar zwar in allen Blickrichtungen gleichmäßig koordiniert, trotzdem sind die Augen nicht auf ein und dasselbe Objekt gerichtet. Das schielende Auge begleitet das nicht schielende Auge und der Schielwinkel ist bei allen Blickbewegungen etwa gleich groß. Das Lähmungsschielen kann aufgrund einer neurologischen Erkrankung, Unfällen oder einer Erkrankung eines oder mehrerer Augenmuskeln in Erscheinung treten, der Schielwinkel ist von der Blickrichtung abhängig.
Wenn Sie mehr Fragen zu einzelnen Sehprobleme haben, informieren Sie sich einfach bei uns.
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